FOTOSHOOTING GUIDE

SO BEREITEST DU DICH AM BESTEN AUF DEIN POLE FOTOSHOOTING VOR!

Die Aufregung steigt – dein (möglicherweise) erstes Fotoshooting steht an. Um das Beste aus deiner Fotoshooting-Zeit herauszuholen, haben wir dir hier die wichtigsten Infos zusammengefasst, damit du dich optimal auf dein Fotoshooting-Erlebnis vorbereiten kannst.

Wie muss ich mich beim Fotoshooting bewegen und was für Pole Moves kann ich machen?

In Chrissis Workshop „Modeling & Posing für Fotoshootings“ bekommst du generelle Infos zu Posen und Körperhaltung bei Fotoshootings, sowie spezifische Tipps zu Pole Moves, die ein besonders tolles Ergebnis versprechen. Wenn du bereits Moves hast, die du shooten möchtest, beraten wir dich gerne in einem Privattraining mit einfachen Eingängen und speziellen Knackpunkten. Die Vorbereitungstraining wird für unerfahrene Models wärmstens empfohlen.

Fotoshooting mit ChArt-Photography

Wo finde ich Inspiration für Moves/Posen?

Hier ein Link zu einem Video mit 95 einfachen Posen an der Pole, für die es keine weiteren Pole-Vorkenntnisse bedarf 😉 

Instagram spuckt unter dem Hashtag #pdphotoshoot einen ganzen Haufen schöner Fotoshoot-Posen aus und auch in Chrissis Account unter @pinkpassion_liftoff findest du einige schöne Ergebnisse aus ihren Shootings. Auf den nächsten Seiten findest du über 20 Bilder aus Fotoshootings mit verschiedenen Posen zu deiner Inspiration.

Suche dir Posen aus, die du ästhetisch ansprechend findest und die du bequem an die Stange zaubern kannst. Unsichere Posen können nicht lange genug gehalten werden (+- 10 sek sind notwendig) und auch ein entspannter Gesichtsausdruck wird nur schwer möglich sein. Du solltest dich in den Posen unbedingt wohl fühlen und im besten Fall noch ein paar Variationen in Arm-/Beinhaltung machen können.

Was ziehe ich bloß an?

Egal welchen Stil du wählst, du solltest dich in den Klamotten wohl fühlen! 

Für Pole Shootings ist es natürlich besonders wichtig, dass du die Hautstellen freihältst, an denen du deine Posen halten musst.

Im besten Fall bereitest du mehrere Outfits vor… in wehenden Röcken kann man tolle Bilder von Spins, Seats und Kletter-Posen machen, für Invert-Moves sollte besser nichts Wehendes ins Gesicht runter hängen 😉 Auch kannst du mit verschiedenen Outfits verschiedene Stile abdecken… soll es ein athletisches Bild für die Eltern, ein kunstvolles Bild für die Oma oder aber ein heißes für den Liebsten werden? Dann packe Trainingsklamotten, ein schönes Kleid und das Dessous mit den High Heels ein. Accessoires kannst du auch gerne Nutzen, solange sie mit der Pole vereinbar sind (eine Kiste Bier könnte bspw. schwierig werden x).

Sollte ich mich schminken? Und was mache ich mit meinen Haaren?

Ein klares JA! Auch wenn wir alles natürliche Schönheiten sind, sind Kamera und Belichtung nicht die verzeihlichsten Freunde und wir wollen ja das bestmögliche Ergebnis erzielen 😉 Ein grundlegendes Make-up (Teint ebnen und Augen betonen) würden wir jedem empfehlen, das individuelle Make-up hängt völlig vom Stil und deinem gewünschten Ergebnis ab. Die Haare wirken am besten offen und mit Volumen.

Fotoshooting mit ChArt-Photography

Hier die wichtigsten Punkte schnell zusammengefasst:

  1. Bereite dich am besten am Tag/Abend vorher schon auf das Shooting vor:
    Leg deine Shooting Dresses zurecht, vollziehe langwierigere Parts deines Beauty-Programms (Haare färben, Nägel machen, etc.) und drucke dir die Posen, die du shooten möchtest aus.
  2. Den Tag des Shootings solltest du entspannt gestalten – es ist dein Tag! 
    Mache ein ausgiebiges Beauty-Programm (achte aber auf den Grip), lass gute Musik laufen und plane genug Zeit dafür ein, um bis zum Shooting nicht in Stress zu geraten.
  3. Frühstücke gut!
    Shootings sind sehr anstrengend und energiezehrend – schaffe eine gute Grundlage.
  4. Sei mindestens eine halbe Stunde vor Shooting-Beginn startklar und vor Ort, damit du noch Zeit für ein ausgiebiges Warm-up hast!
    Die Posen müssen ungewohnt lange gehalten werden und du möchtest ja deine besten Ergebnisse festhalten.
  5. Plane deine Moves und Dresses in sinnvoller Reihenfolge, die du shooten möchtest und habe alles vorbereitet, um während des Shootings nicht unnötig Zeit zu verschwenden.
  6. Nimm jemanden mit zum Shooting! 
    Nicht nur zur persönlichen Absicherung, wenn man den Fotografen nicht kennt, auch ist es wichtig, jemanden dabei zu haben, der die Haare richtig legt, hässliche Schilder an den Klamotten versteckt, das Dress richtet, wenn man kopfüber in einer Figur hängt, ein Auge für den richtigen Winkel des Moves zur Kamera hat, die Pole in die richtige Position zu drehen und vielleicht mal einen Rock schmeißen kann.
  7. Plane Pausen ein, in denen du wieder zu Kräften kommen kannst und habe energiereiche Snacks für diesen Moment dabei.
  8. Schau dir die geschossenen Bilder deiner Moves in der Kamera des Fotografen an und überprüfe, ob dir Winkel, Bildausschnitt, Körperhaltung und Gesichtsausdruck gefällt und wiederhole Posen, mit denen du noch nicht zufrieden bist.
  9. Habe die eine oder andere Extra-Pose in petto, falls es zu heiß und rutschig für den einen oder anderen Move sein kann oder man schneller mit seinen Posen durch kommt, als erwartet und noch Shooting-Zeit übrig hat.
  10. Lass Musik laufen und genieße dein Shooting!
Fotoshooting mit Millie Robson in der LIFT OFF – Poledance Academy Frankfurt

Und das solltest du dabei haben:

  • Shooting Dress(es), Accessoires, Requisiten, eigenes Make-up (selbst wenn ein Make-up-Artist vor Ort ist)
  • Liste mit Posen, die du schotten möchtest
  • Gripmittel, Handtuch & Alkoholgemisch zum Reinigen der Pole
  • Hoodie, bequeme Trainingskleidung (für Warm up & Cool down), Flip Flops
  • Trainingsmatte, Yoga Blocks, Blackrolls und alles, was du für ein anständiges Warm up & Cool down brauchst)
  • Getränke und energiereiche Snacks
  • Lieblingsmusik
  • Shootingpartner oder Freund:in zum Support

Hier noch ein paar Beispiele aus zahlreichen Fotoshootings in total verschiedenen Stilen:

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❓Warum dein Warm-up maßgeblich für deinen Trainingserfolg verantwortlich ist❗️

Das Warm-up als Game-Changer!

Ich habe mal ein paar Infos zum Thema Warm-up zusammengetragen, die euch vielleicht helfen zu verstehen, warum ein richtiges Warm-up auch dein Game-Changer sein kann.

Eine der häufigsten Fragen, die ich höre/lese: “Ich rutsche zuhause immer so stark und habe ganz schlechten Grip an meiner Pole zuhause (im Vergleich zur Studio-Pole)”
Meine erste Frage ist dann immer: Wie sieht denn dein Warm-up aus?

Meine Erfahrung zeigt, dass viele zuhause das Warm-up auslassen oder denken, mit 3 Armkreisen und 2 static stretches wäre der Körper gut auf die kommende Belastung vorbereitet.

Pink Passion bei einer Warm-up Sequenz


Hier mal die wichtigsten Gründe, warum ein anständiges Warm-up so entscheidend für ein erfolgreiches Training ist:

💥 Ein methodisches Warm up schützt vor Verletzungen und bereitet Körper (physisch durch Bewegungen) und Geist (psychisch durch Fokussierung und Körperwahrnehmung) auf die bevorstehenden Belastungsreize vor. Dadurch werden Verletzungen vermieden und die Leistungsfähigkeit verbessert.

💥 Die Anregung des Stoffwechsels steigert die Stoffwechselaktivität auf das bis zu 200-fache (das Herz pumpt statt 8L dann 25L pro Minute durch den Körper). Die gesteigerte Sauerstoffzufuhr erhöht die Versorgung der Muskulatur und die Bewegung und Wärme führt zur Abnahme der Viskosität (Zähflüssigkeit) der Gelenksflüssigkeit und somit zu einer verbesserten Gleitfähigkeit des Knorpels sowie verbesserte Reißfestigkeit von Muskeln, Sehnen, Bändern, Knorpel.

💥 Die Reizweiterleitung wird verbessert und durch die erhöhte Durchblutung des Gehirns und erhöhte Erregbarkeit der Nerven verbessert sich die Konzentration und verlängerte Leistungsfähigkeit.

💥 Das Warm-up darf nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang sein (es soll erwärmend sein, nicht erschöpfend).

💥 Und ganz wichtig: passives Stretching im Warm up verringert NICHT das Verletzungsrisiko! Je nach Reiz und Sportart kann es die Verletzungsgefahr sogar erhöhen!

Wer keine Ideen hat, wie so ein Warm-up aussieht, kann sich gerne an unserer Warm-up Sequenz für Online-Klassen orientieren 👇

Hier werden alle Gelenke sanft angesprochen und mit Kraftübungen wird die richtige Muskulatur vorbereitet 💪

Viel Spaß & pole safe!

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Gefangen zwischen Spaß & Druck?

„Oh mein Gott, ich kann nach der 3. Stunde immer noch keinen Invert!“

oder

„Alle können Trick X schon, nur bei mir sieht er noch scheiße aus“

oder

„Das ist noch nicht gut genug, um es irgendwo zu posten..“

oder

„Ich mag das Bild von mir in dem Trick, aber meine Bauchrollen/die Zellulitis am Po/meine dicken Oberschenkel gefallen mir gar nicht!“

Na, schonmal gesagt oder heimlich gedacht?!

Dann ist dieser Blogpost für dich und alle, die immer viel zu viel nach sehr kurzer Zeit von sich erwarten! 

4 essentielle Dinge, die du dir merken solltest:

1. Nimm den Druck raus 🤓

Alle Fähigkeiten des menschlichen Körpers müssen geübt und oft wiederholt werden – selbst laufen und aufs Töpfchen gehen musste jeder von uns erstmal lernen und üben 😉 Wieso also von sich erwarten, dass solch komplexe und herausfordernde Bewegungsabläufe auf Anhieb sitzen müssen? 🤷‍♀️ 

Und nicht nur das, sie sollen bitte schön auch genauso perfekt ausgeführt sein, wie beim Trainer, der diese Bewegung schon tausendfach wiederholt hat? 🤔 

Nimm den Druck raus und gib dir die Zeit, die dein Körper braucht, um diesen Bewegungsablauf zu lernen und zu festigen!

2. Vergleiche dich nicht mit anderen! 🤓

Denn du weißt nicht, wie viel Training der Counterpart des Vergleichs schon hatte, wieviel er/sie sich in seinem Leben schon bewegt hat und wie? Das alles trägt zu der Fähigkeit bei, neue Bewegungsabläufe zu erlernen. 

Und selbst wenn wir fiktiv von einem absolut identischem Erfahrungslevel ausgehen, werden 2 unterschiedliche Körper auch immer unterschiedlich auf dieselben Lernimpulse reagieren. 

Damit ist jeder Vergleich hinfällig, weil die Rahmenbedingungen immer unterschiedliche sein werden! 

Die einzige Person, mit der du dich vergleichen solltest, ist dein vergangenes Ich! 


3. Feiere deine Fortschritte! 🤓

Jeder kleine Fortschritt ist es Wert gefeiert zu werden, denn es bedeutet, dass dein Training erfolgreich ist. Schau immer danach, was du schon erreicht hast und gräme dich nicht für die Dinge, die du (noch) nicht kannst! Es gibt nunmal  keine Abkürzung auf dem Weg zum Erfolg – sonst wäre es keiner! 😉

Dokumentiere jeden Fortschritt, teile diesen mit einer aufbauenden Community und bewahre jeden Fail für später – in ein paar Jahren wirst du dich mal sehr über deine ersten Videos freuen! 😜


4. Sei nicht so oberflächlich! 🤓

Was würdest du von deinem Chef denken, der dich nicht nach deiner Leistung beurteilt, sondern ausschließlich nach deinem Aussehen? Wie würdest du jemanden nennen, der sich immer über die nicht perfekte Nase des Kollegen beschwert, auch wenn er einen noch so guten Job gemacht hat? Was würdest du denken, wenn jemand einen Leistungsturner nach der Symmetrie seiner Gesichtszüge bewertet und nicht nach seiner Leistung während der hochakrobatischen Kür?

Die meisten würden sagen, „Das ist ein oberflächliches und diskriminierendes A….loch!“, oder nicht?! Und jetzt überlege dir mal folgendes:

Wie würde dein Körper dich nennen, wenn er sprechen könnte? 

Durch den „Höher, schneller, weiter – Druck“ der Gesellschaft neigen wir dazu, uns mehr an Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeiten aufzuhängen, anstatt in die Tiefe zu schauen. 

Poledance hat solche empowernden Kräfte, weil es (nicht nur, aber vor allem) den Frauen immer wieder beweist, was ihr Körper noch kann, außer gut auszusehen 😉 

Frauen lernen durch Pole Dance ihren Körper mehr für das zu schätzen, was er nach viel Training gelernt hat und nun kann. Die Äußerlichkeiten verlieren an Bedeutung – genau wie bei der großen Liebe, wo das Aussehen des Partners immer unwichtiger wird, weil die inneren Werte zählen. 

Lerne deinen Körper und dich selbst genauso für die inneren Werte und Fähigkeiten zu schätzen, wie du es bei deinem Partner tun würdest! 

Ja, vielleicht hast du Zellulitis an den Oberschenkeln, aber… damn girl.. diese Oberschenkel halten dein gesamtes Körpergewicht auf ein paar Quadratzentimeterchen Haut an einer verdammten Metallstange! 

Das sollte dich mächtig stolz machen auf deinen Körper – was zählen dagegen ein paar Dellen (die eh außer dir keinem auffallen)?!

Get strong – stay positive!

Eure Pink Passion

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Der Kampf mit dem Tanz 💃

Pink Passions Weg vom Pole-Sportler zur leidenschaftlichen Tänzerin.

Als jemand, der ohne Tanzerfahrung mit Pole begonnen hat, habe ich mir zu Beginn meiner Pole Journey mit Choreografien sehr, sehr schwer getan.. ich war immer mehr der Freestyler, wenn’s ums Tanzen ging.

Bei Auftritten mache ich bis heute lieber einen Freestyle, als eine Choreo – selbst bei meinem bisher größten Auftritt vor 6000 Menschen (Zuschauermenge kannte ich allerdings vorher nicht). 

Freestyle Performance vor 6000 Zuschauern

Nach 10 Jahren Erfahrung in der Kampfkunst Capoeira, die ich vor Pole intensiv betrieben habe, fiel es mir echt schwer, die gewohnten Bewegungsmuster zu durchbrechen und nicht auszusehen, wie eine drunken Ballerina 😂

Die ersten 3 Jahren meines Pole-Lebens habe ich mit Pole Technik, Tricks, Akrobatik & Kraftaufbau verbracht und mich ganz klar als Pole-Sportler identifiziert. Ich war aber schon immer fasziniert von flüssigen und ausdrucksstarken Tanzperformances. Also entschloss ich mich, dass das Thema Tanz nun einen größeren Raum verdient und begann Tanzunterricht zu nehmen und Workshops zu besuchen (vornehmlich Modern & Jazz). Ich hab mich am Anfang gefühlt, wie der letzte Körperklaus unter den ganzen tollen Tänzern. Besonders schlimm war es beim Yanis Marshall Workshop 🙈 im Raum mit über 40 erfahrenen Tänzern und jeder einzelne hat es besser hinbekommen als ich 😅 Ich habe damals nach dem Workshop 6 Wochen gebraucht, bis ich seine Choreo endlich drauf hatte 🤣

Auch wenn das Gefühl und die Videos von einem selbst nicht immer schön sind, hatte ich in der Zeit viel Spaß, habe sehr viel gelernt und mich maßgeblich zu der Tänzerin entwickelt, die ich heute bin. Ich habe inzwischen einige Choreos auf die Bühne (und meinen Schülern bei-)
gebracht, auf die ich sehr stolz bin und meine Schüler lieben meine Choreografien 💖

Choreografierte Pole Performance


Warum erzähle ich euch das alles? 🤔

Um euch zu zeigen, dass auch die Tänzer, die ihr heute für ihre anmutigen und fließenden Performances bewundert, ebenfalls mal in euren Schuhen gesteckt haben und euren Kampf mehr als verstehen können!

Durch die überperfekte Instagram-Welt geht bei vielen ein Gefühl dafür verloren, was es bedeutet eine Kunstform zu erlernen. Es kommt nicht darauf an, wie oft du scheiterst, es kommt darauf an, wie oft du wieder aufstehst und was du daraus mitnimmst! 

Wisst ihr, wie oft die ganz großen Profis der Pole-Szene eine einzelne Combo oder ganze Performances wiederholen, bis sie die eine Aufnahme haben, die perfekt genug ist, um sie zu posten? Die Leute sind heute nicht so gut, weil sie nach dem ersten Versuch aufgegeben haben, sondern es solange wiederholt haben, bis es saß. 

Natasha Wang macht bspw. bis zu 50 vollständige Durchgänge einer Competition-Choreo, bevor sie diese auf die Bühne bringt. Die Perfektion kommt nicht von irgendwo her und hat nicht mehr viel mit Talent haben oder nicht haben zu tun.

Mein Lieblingsspruch zu dem Thema ist:
„Hard work beats talent, when talent doesn’t work hard!” 


Was ich damit sagen will..

Um eine extrem komplexe Kunst wie Pole Dance zu erlernen, braucht es vor allem Fleiß, Durchhaltevermögen und Leidenschaft. Talent ist hilfreich, nimmt aber keinem die Arbeit oder den Weg zur Perfektion ab. 

Nicht falsch verstehen, Perfektion ist absolut NICHT notwendig, um Spaß am Pole zu haben, aber viele erwarten diese leider von sich selbst, lassen dabei aber völlig außer acht, wieviel Arbeit und Wiederholung für die angestrebte Perfektion notwendig ist. 

Das Erlernen eines neuen Skills steht auf zwei Säulen – Input und Wiederholung!

Meiner Meinung nach kann jeder mit kompetentem Input und einer ordentlichen Portion Fleiß, jede erdenkliche Fähigkeit erlernen – auch in höherem Alter (soweit körperlich möglich)! 

Also, wenn du es geschafft hast bis hierhin zu lesen, scheint dich das Thema Tanz und Choreografie zu interessieren.
Ich kann Jedem, der sich dafür interessiert, nur raten, bildet euch fort zu dem Thema Tanz, versteht die Theorie, lernt die Technik und dann tanzt, sooft ihr könnt.. ist nebenbei auch ganz hervorragend für die Seele 💃


Und nun in eigener Sache..

Den Fleiß muss jeder selbst mitbringen, aber bei kompetentem Input kann ich weiterhelfen 😉

Meine Fortbildung zum Thema Choreografie & Tanz ist konzipiert, um Neulingen in Sachen Tanz den Start zu erleichtern und einen Zugang zu den verschiedenen Themengebieten zu verschaffen. Dabei beschäftigen wir uns nicht nur theoretisch damit, sondern verbinden die Theorie direkt mit der praktischen Anwendung. 

Die Weiterbildungsmodul finden 2x jährlich statt. Wenn du mehr wissen willst, was du alles in meiner (Online) Fortbildung lernen kannst, schau mal rein unter 👉

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Pole Dancer allein Zuhause


Pole-Frust durch Corona-Krise?

Wie du dein Pole-Mojo erhältst und auch zuhause Erfolge feierst!

  • Du hast beim Home-Training immer so wenig Körper-Grip? 
  • Dir fehlt die Kraft für Tricks, die im Studio sonst klappen? 
  • Du fühlst dich beim Home-Training steif wie ein Baum? 
  • Es fällt dir schwer Motivation für’s Training zu finden und es ist ohne die anderen Pole-Girls auch nicht dasselbe? 
  • Du stehst vor deiner Pole und weißt nicht, wo du anfangen sollst? 
  • Nach dem Training stellt sich bei dir eher Frust statt Freude ein?

Viele, die jahrelang ausschließlich in Studios trainiert haben oder noch neu in der Pole-Welt sind, sehen sich nun durch den Lockdown das erste mal mit der Situation konfrontiert, ihr Training selbst zu gestalten und müssen feststellen, dass Training nicht gleich Training ist. Selbst mit einer Pole zuhause, ist es ohne Anleitung deutlich schwieriger und die gewohnten Erfolge bleiben erstmal aus – das ist verständlicherweise frustrierend und killt die Motivation! 

Zu allererst:
Keine Sorge, du bist absolut nicht allein damit! Jeder Poler (ja, auch die Vollprofis) kennt das und musste diesen Prozess an irgend einem Punkt seiner Pole-Journey durchlaufen.

Pink Passion – Pole Artists Performance bei der Pole Theatre Germany 2018 Competition / Capture: Late Night Tales Photography


Die gute Nachricht

Das muss nicht so bleiben – du kannst Abhilfe schaffen! 

Dieser kleiner Leitfaden soll dir dabei helfen auch zuhause dein Pole Mojo zu finden und Erfolge zu feiern! 

VORAB:
Meine Tipps sind kein Wundermittel und ich erhebe keinen Anspruch auf absolute Richtigkeit oder Vollständigkeit. Gerne möchte ich meine Erkenntnisse aus langjähriger Erfahrung als Trainerin mit euch teilen und die Tipps weitergeben, die meinen Schülern und Trainern seit Jahren helfen, gesund zu trainieren, am Ball zu bleiben und voranzukommen.


Du möchtest wieder Spaß am Training haben und Erfolge verzeichnen? – So geht’s! 


💪 Warm-up

Die guten Trainer in euren Studios sind keine sadistischen Folterknechte, die Spaß daran haben, euch mit anstrengenden Warm-ups und Conditioning-Übungen zu quälen… vielmehr strukturieren sie euer Training nicht ohne Grund so und haben nur eure Gesundheit und Trainingserfolge im Sinn! 

Ein ausgiebiges und sinnvoll strukturiertes Warm-up…

  • …bereitet deine Gelenke auf die anspruchsvollen Bewegungen vor.
  • …wärmt deine Muskulatur auf, damit sie dir an der Pole gute Arbeit leisten kann.
  • …bringt dich zu dir selbst und stellt dich mental auf dein Training ein.
  • …sorgt durch die Anregung des Metabolismus für guten Körper-Grip.
  • …schützt vor Verletzungen!

Hier findest du ein angeleitetes Warm-up, das deinen Körper optimal auf die Belastung beim Pole-Training vorbereitet:

Pink Passion – Pole Artists Warm-up for LIFT OFF classes / Dress: Flexmonkey Poleware


💪 Static Spins?

Du bist jetzt warm, aber die Pole ist noch kalt! Das lässt sich am besten durch Static Spins um die Pole beheben, da die hohe Reibung bei Static spins die Pole am effektivsten erwärmt. Trainiere immer beide Seiten und achte darauf, dass du während des Spins immer deine Gewicht tragende Schulter (Schulterblatt ansteuern) ganz aktiv in Richtung Pobacken ziehst. 

Starte mit Basic Spins und versuche, diese zu perfektionieren und zu längeren Flows zusammen zu hängen. 

Auch wenn Spinning Pole manchen mehr Spaß macht, sollte man Static Spins nicht unterschätzen! Sie trainieren deine Schultermuskulatur, die Körperspannung, dein Verständnis von Rotationen, die Sicherheit in verschiedenen Griffen und dein Körpergefühl während der Air time! 

Gib den Static Spins eine Chance (wenn du sie nicht eh schon liebst) – mit der Übung kommt der Flow und damit auch der Spaß 😉

💪 It’s Trick time! 

An der Static Pole kann man wunderbar bereits erlernte Tricks und ihre Ein- & Ausgänge üben und perfektionieren. Es gibt nur sehr wenige Tricks, die den Spin der Spinning Pole benötigen, um reinzukommen oder diese halten zu können.

Das Verständnis für Bewegungsabläufe erlernt man erstmal einfacher, wenn sich nicht alles dreht und Fliehkräfte auf den Körper einwirken (wie gesagt, es gibt einige wenige Ausnahmen, die aber definitiv nicht im Beginner-Level liegen).

Starte mit deinen Lieblingsbewegungen und probiere verschiedene Ein- und Ausgänge aus – das Frustrationspotential ist deutlich geringer als beim Üben ganz neuer Tricks und es erweitert das Bewegungsrepertoire enorm.

Nehme dir maximal 1-2 neue Tricks pro Trainingssession vor ODER arbeite an 1-2 deiner Problemtricks – beides gleichzeitig würde ich nicht empfehlen, da für beides meist die Kraft nicht reicht und das Selbstbewusstsein leidet, wenn beides nicht so richtig klappen will.

💪 Spinning for the soul!

An der Spinning Pole kann man so schön die Seele baumeln lassen und den Kopf abschalten. 

Daher empfiehl es sich, die Trainingseinheit an Spinning Pole mit Tricks und Combos zu beenden, in denen man sicher ist und für die die Kraft noch reicht – nur dann fühlen sich die Bewegungen auch gut an und ihr könnt den Flow genießen. Gute Musik dazu und die Trainingssession bekommt einen angenehmen und runden Abschluss!

💪 „Aufhören, wenn’s am schönsten ist!“

Dieser Spruch trifft absolut auf das Pole-Training zu. Die Trainingssession erst zu beenden, wenn gar nichts mehr klappt oder die Kraft für die „einfachsten“ Sachen fehlt, hinterlässt nicht nur ein mieses Gefühl (selbst wenn doch so einiges geklappt hat am Anfang der Session), es erhöht die Verletzungsgefahr enorm und killt deine Motivation für‘s nächste Training. Das solltest du dir nicht antun!

💪 „Never compare to someone other than your yesterday self“

Vergleiche dich niemals mit jemand anderem, denn du weißt nicht, welchen Weg jemand gegangen ist, bevor man einen kurzen Blick auf einen sorgfältig ausgewählten Ausschnitt aus deren Leben wirft (das gilt nicht nur für‘s Pole!) 

Jeder startet seine persönliche Pole-Journey an einem anderen Punkt seines Lebens und mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen – sowohl körperlich, als auch mental. Daher ist jeder Prozess absolut individuell und auf keiner Ebene vergleichbar! Jeder Köper ist anders und so ist auch jeder Prozess (Lerngeschwindigkeit, Muskelaufbau, Muskelgedächtnis, Körpergefühl, Bewegungsverständnis uvm.) individuell und unvergleichlich!

Besser:
Vergleiche dich mit deiner Version von gestern, letzten Monat, letztes Jahr und werde dir der Fortschritte bewusst, die du seither gemacht hast – das macht gute Laune und gibt Motivation weiter an der nächsten, verbesserten Version von dir selbst zu arbeiten.

💪 “Spieglein, Spieglein an der Wand…” oder doch besser “Handy, Handy in dem Stand…”?

Manche mögen’s, manche gar nicht – Wie viel Sinn macht es, sich beim Training selbst aufzunehmen?

Sehr viel Sinn! Die “Selfie-Manie” von Poledancern dient mehr der Selbstkontrolle, als dem Ego. Natürlich sind auch ein paar Streicheleinheiten für dein Ego drin – besonders, wenn etwas gut geklappt hat und man dann ein “vorzeigbares” Ergebnis hat – , aber vor allem dient es der Selbstkontrolle.

Hier habe ich ein paar Argumente und Fragen, die ich zu dem Thema immer wieder von meinen Schülern höre, mal beantwortet:

Es fühlt sich schon so scheiße an, dann will ich gar nicht wissen, wie es aussieht”
Spoiler-Alarm! Nein, es sieht in der Regel nicht annähernd so schlimm aus, wie es sich vielleicht angefühlt hat. Meist empfindet man es als schlechter, als es aussieht und ist dann sehr überrascht, wenn man sich seine Aufnahme danach anschaut. Die Video-Selbstanalyse schult das Körpergefühl und sorgt dafür, dass Fremd- und Eigenwahrnehmung, die bei vielen kilometerweit auseinanderliegen, wieder etwas näher zusammengebracht werden.

“Was soll das bringen? Ich finde, bei mir sieht alles scheiße aus!”
Wenn du dieses Gefühl hast, dann solltest du dir deine Aufnahmen genauer anschauen und herausfinden, was genau dir daran nicht gefällt. Meist ist es ein entspannter Fuß, ein nicht komplett gestrecktes Bein oder das fehlende Drehmoment, was dafür sorgt, dass dein Ergebnis nicht deinen ästhetischen Ansprüchen genügt.
Sei dein eigener Trainer! Stelle heraus, WAS dir nicht gefallen hat und achte im nächsten Durchlauf darauf, diese Dinge zu verbessern. Du wirst erstaunt sein, was für einen gigantischen Unterschied eine minimale Bewegung, wie gestreckte Beine und Füße, in der Form und dem Ausdruck eines Moves machen. Erfolgserlebnis garantiert!

“Wenn ich von der Pole plumpse, wie ein nasser Sack, macht ein gestrecktes Bein das auch nicht unbedingt eleganter!”
Das ist wohl wahr. Aber mithilfe der Aufnahme kannst du herausfinden, was schief gelaufen ist und in welchem Moment du die Spannung verloren hast, was dann zu dem unschönen Abgang geführt hat.
Aber selbst, wenn es dir nicht möglich ist, den Fehler zu finden, lösche diese Aufnahme auf gar keinen Fall!
1. ein Profi kann dir anhand dieser Aufnahme eine erste Einschätzung zu deinem Problem geben und
2. wirst du diesen Trick irgendwann gemeistert haben und dann ist es sehr wertvoll, wenn man seine Pole-Journey dokumentiert hat und einen besseren Vergleich zu seinem Vergangenheits-Ich hat. Denn erst wenn man sich die ersten Versuche und Abstürze wieder in Erinnerung holt, wird einem bewusst, was man eigentlich schon alles erreicht hat und welche Fortschritte man bereits erzielt hat. Das ist gut für das Selbstvertrauen und sorgt für eine bessere Selbsteinschätzung!

“Ich seh mich nicht gerne auf Videos/Fotos. Ich mag nicht, wie meine [setze “Problemzone” hier ein] aussieht!”
1. Beim Pole geht es nicht darum, wie dein Körper gebaut ist oder wie er aktuell aussiehst (auch wenn es erstmal widersprüchlich klingt), sondern es geht darum, was dein Körper für dich tun kann, bzw. du mit deinem Körper tun kannst! Wir bekommen eher Komplimente für eine schöne Bewegungsform, nicht für die toll aussehende Körperform.
2. Deine Röllchen/Zellulite/Beinspeck oder kurzen Beine interessiert keinen Menschen (zumindest keinen, der deiner Aufmerksamkeit wert ist!). Du siehst deinen Körper immer im Vollzoom und dich stören Kleinigkeiten, die durch deinen Lupenblick einfach riesig erscheinen.
Weißt du, was die anderen sehen? Das Gesamtbild! Keiner (ausser dir selbst) zählt deine Röllchen oder Dellen! Was die Leute aber sehen und bewundern, sind eine schöne Form, saubere Technik und eine authentische Ausstrahlung!

Abschließen möchte ich mit einem Zitat einer meiner Trainerinnen in Ausbildung:

“So sehr ich das mich selber filmen auch hasse, du hattest mal wieder recht, es hilft!^^”


💪 Nochmal zusammengefasst

  • Strukturiere dein Training sinnvoll und verringere so das Verletzungsrisiko!
  • NEVER EVER skip warm-up!!
  • Überfordere dich & deinen Körper nicht!
  • Erwarte nicht zu viel von dir selbst – vor allem keine Perfektion! („Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!“ & „Kein Tag ist gleich!“) 
  • Höre auf deinen Körper und respektiere verschiedene Tagesformen!
  • Kenne und respektiere deine persönlichen Grenzen – man kann nicht alles Können und sollte sich mit den Bewegungen beschäftigen, die zum eigenen Körper passen!
  • Nimm dein Training auf und beschäftige dich danach damit – schau dir an, wie es aussieht vs. wie es sich angefühlt hat und mache dir bewusst, was du in jedem Moment der Bewegung genau tust.
  • Teile deine Erfolge mit der Pole Community!
  • Konsultiere Profis für die Lösung deiner Pole Probleme! Du lässt dir ja auch nicht von irgendeinem Gast im Restaurant dein Essen zubereiten, sondern möchtest, dass ein erfahrener und guter Koch deine Mahlzeit zubereitet, oder? 😉
    Klicke hier, wenn du einen Profi an deiner Seite brauchst, der mit dir an deinen persönlichen Pole-Problemen arbeitet.
  • Lass dich von einem (oder mehreren) schlechten Tagen nicht runterziehen – das gehört in jedem Lebensbereich dazu und wird bei uns Ladies auch vom hormonellen Status stark beeinflusst! 
  • Habe sowohl deine zukünftigen Ziele, als auch deine bisher erreichten Fortschritte im Blick und setze dich nicht unnötig selbst unter Druck! Die richtige Balance ist wichtig – sowohl im Training, als auch in allen anderen Lebensbereichen! 
  • Behalte im Hinterkopf warum du mit Pole angefangen hast und bisher dabei geblieben bist – die Pole verändert sich nicht, nur deine Einstellung dazu… und die kannst du selbst bestimmen 😉

Pink Passion – Pole Artists Performance bei der Pole Theatre Germany 2018 Competition / Capture: Late Night Tales Photography


Quelle: Pinterest


Sehe die Krise als Chance an und versuche für dich das Beste daraus zu machen!

Die größte Chance dieser Krise sind für Hobby & Amateur Pole Dancer die unzähligen Online-Angebote, die weltweit aus dem Boden geschossen sind wie Pilze.

Musste man vor ein paar Monaten noch sehnsüchtig auf den nächsten Workshop oder das teuer gebuchte Pole Camp mit dem Lieblings-Pole Profi warten und darauf hin sparen, kann man nun weltweit mit jedem beliebigen Pole-Profi trainieren! Das ist der einfach Wahnsinn und würde bei meinem Anfänger-Pole-Ich von vor 10 Jahren für eine sehr lange Sabberspur aus Verzückung sorgen. Wie lange habe ich schon auf die nächste Europa-Tour meiner Pole-Idole gewartet, um von den Besten lernen zu können…

Heute reicht eine kurze Email-Kommunikation und ein stabiler Internetzugang, um mit den Besten der Branche zu trainieren.. wenn das mal nicht eine sensationelle Chance für jeden Hobby & Amateur Pole Dancer ist!

Die Privattrainings mit unserem Pole-Profi findet ihr in unserem Buchungssystem oder nach Absprache (wenn ihr einen speziellen Termin vereinbaren möchtet).


Was kann ich tun, um die Pole Community in der Krise zu unterstützen?


#SupportYourLocalStudio

Alle Pole-Studios kämpfen durch die Schließung ums nackte Überleben! Jeder Euro, den du bei deinem Lieblingsstudio lassen kannst, trägt ein kleines Stück dazu bei, dass die Studios auch nach Corona wieder öffnen können.

Keiner weiß, wie lange die Schließung der Sport- und Tanzstudios bestand haben wird und wann wir wieder so etwas wie Normalität zurück erhalten. Bis dahin brauchen alle Studios Unterstützung und jeder Online-Kurs, den du buchst, hilft deinem Studio zu überleben.

Unseren LIFT OFF Online-Stundenplan findet ihr hier.


Auf DER neuen Plattform für Poledancer Poledance.social findet ihr bereits viele Studios und deren Online-Angebote gelistet – schaut mal rein!

Quelle: Poledance.Social – das Portal für deine Pole-Journey
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